Gestern in der Forchbahn sass eine junge Frau im gleichen Abteil. Nach einem 30 Sekunden Gespräch mit ihrem Mann, musste sie dieses 30 Minuten mit ihrer Freundin diskutieren und analysieren. Wie sinnvoll das ist, und wie sinnvoll es ist, so etwas in der Bahn zu tun, sei dahingestellt.
Interessant war aber, ihr Sprachgebrauch. Sie berichtete ja, dauern, was sie gesagt hat und was ihr Mann. Die direkte Rede wurde dabei nicht eingeleitet mit ...dann sagte er... dann sagte ich..., sondern konsequent mit ...und er so, ... und ich so... Ich frage mich nun, ob dies ein Anglizismus bzw. Amerikanismus ist, der bis jetzt unbemerkt durch ging. Mich erinnert die Formulierung nämlich stark ans Amerikanische ...and he went like... Ob das wohl die Übersetzung ist, die für amerikanische Serien gebraucht wird und die sich jetzt auch im Deutschen eingebürgert hat? |
|
|
Ich hab schon mal einen Artikel gepostet hier, dass englische Reisebüros mit gewissen Vornamen nicht mehr anschreiben, weil sie glauben, dass diese Leute eher pöbeln. Nun kommen zwei neue Studien der Uni Oldenburg, dass Kinder mit gewissen Vornamen (Mandy, Kevin) als "verhaltensauffällig" abgestempelt würden und schlechtere Noten bekämen. Quelle: spiegel online |
"... 130 years before the arrival of mobile phone texting, Charles C Bombaugh uses phrases such as “I wrote 2 U B 4”. Another verse reads: “He says he loves U 2 X S,/ U R virtuous and Y's,/ In X L N C U X L/ All others in his i's."
Sowohl Anatol Stefanowitschs Artikel, als auch die Ausstellung Evolving English: One Language, Many Voices in der British Library tönen interessant. |
Schiesst jetzt der Tagi gegen die Deutschen oder gegen den Blick bzw. Ringier?
Nach dem «Blick» erhält auch der «SonntagsBlick» einen deutschen Chefredaktor. Dass im Kader dieser Blätter nur noch wenige Schweizer arbeiten, schlägt sich in der Sprache und in der Themenwahl nieder. |
|
Neben dem Lexikon der Jugendsprache gibt es nun auch ein Lexikon der bedrohten Wörter ... ist das eine rote Liste? Quelle: spiegel online |
"Ein Inflektiv ist eine infinite und unflektierte Verbform, die im Deutschen in Analogie zum Grundwort des englischen Infinitivs als deverbale Reduktion durch Weglassen der deutschen Infinitivendungen -n oder -en gebildet wird (seufz, gähn)." (Wikipedia)
Können denn Inflektive auch im Englischen gebildet werden? Ich behaupte, me like im Folgenden ist ein englischer Inflektiv:
|
Diese private "Postkarte" hab ich diesen Sommer erhalten:
Interessant ist dabei, dass das Bild offensichtlich den Text gänzlich ersetzt. Statt eines Textes "wir sind in Pisa und geniessen das schöne Wetter" steht das Bild der Familie vor dem schiefen Turm im Vordergrund und spricht für sich selbst. Lediglich ein Betreff sowie die kurze Zeile "Saluti da..." sind Textelemente. Zu erwähnen ist dabei, dass es sich um eine mehrsprachige Familie handelt, der Text müsste also für die liebe Verwandtschaft mindestens doppelt verfasst werden, während Saluti offensichtlich als verständlich für alle angesehen wird.
Auf der anderen Seite bietet E-Mail als "Postkarten"-Medium den Vorteil, mit einer Kommunikation gleich über 70 Adressaten anzuschreiben. Konsequenterweise wurden dann von dieser Ferienreise aus auch mehrere derartige Mails verschickt. |
|
Bye-Bye Print: Was manche Zeitung und Zeitschrift schon versucht hat, soll nun auch einen US-amerikanischen Buchverlag retten. Dorchester Publishing druckt künftig nur noch auf Bedarf - und stellt sonst auf E-Books um. Damit ist das Haus seiner Zeit voraus. Quelle: spiegel online |
|
Google Wave wird nicht weiterentwickelt. Lifehacker.nl hat eine schöne Uebersicht für Alternativen. |
|
Das bedrohte Rätoromanisch erhält unerwartete Unterstützung von Einwanderern aus Portugal. Die Gastarbeiter und die Gastregion haben beide einen Nutzen davon. Quelle: Tagi |
|
Die globale Twitter-Gemeinde hat einen Meilenstein erreicht: Seit Beginn des weltweiten Microblog-Dienstes im März 2006 sind nach Angaben des Unternehmens 20 Milliarden Kurznachrichten verbreitet worden. Quelle: Tagi |
|
Interview im Tagi mit Rudolf Hoberg zum Thema Sprachzerfall. Mit vielem spricht er mir aus dem Herzen, die Aussage "Aber zum Beispiel das Schwinden des Genitivs zu beklagen, ist völliger Unsinn. Es hat noch nie eine Zeit gegeben, in der mehr Genitive benutzt wurden als heute." scheint mir schon etwas undifferenziert. |
|
Ein wunderschöner Cäs Keiser Clip über Dialekte findet sich beim Schweizer Fernsehen. |
|
Der Tagi hat eine durchaus witzige Uebersicht. |
|
So was gibt's wohl nur in Deutschland: gemäss Tagi war Günther Netzer zwar der Trauzeuge von Gerhard Delling, sich zu duzen, das kommt dann aber nicht in Frage. Il sont foux les ... |
|
Es darf wieder geflucht werden: In den USA hat ein Gericht die Vorschriften gegen Schimpfwörter in Radio und Fernsehen gekippt. Die in der Verfassung garantierte Meinungsfreiheit gehe vor, urteilten die Richter. Die Sender wird's freuen - ihnen drohten bisher horrende Geldstrafen. Quelle: spiegel online |
|
"Wer hätte das gedacht? Auf die Frage, welchem Halbfinalisten man bei der Fussball-WM die Daumen drückt, erhält die Elf von Joachim Löw am meisten Stimmen: 43 Prozent der über 5210 Teilnehmer (Stand: 5. Juli, 14 Uhr) hoffen auf das deutsche Team (siehe Grafik). Und auf die Frage zuvor, ob sich die Mannschaft an der WM in die Herzen der Leser gespielt hat, antworteten 82 Prozent der knapp 2000 Fussballfans mit Ja." So schreibt der Tagi. Schon erstaunlich. |
|
Das ist doch mal ein vernünftiger Ansatz: spiegel online erklärt englische EDV-Ausdrücke einfach und erklärt, woher die Begriffe kommen, statt darüber zu schimpfen. |
|
Am 1. Juli um 18 Uhr ist die erste Facebook-Erzählung der Welt gestartet - ein "literarischer Roman in Scheibchen". Quelle: zdnet. |
|
Wozu man Sprache alles verwenden kann, gemäss Tagi sogar als Geheimwaffe im Fussball: "Sie sprechen alle perfekt Spanisch, aber morgen im Viertelfinal wirds höchstens zu einem Gruss oder einer Beleidigung in der Sprache von Cervantes reichen. Sonst verständigen sich die paraguayischen Spieler ausschliesslich in ihrer zweiten Landessprache, dem Guaraní. Eine Geheimwaffe, die die paraguayische Nationalmannschaft immer anwendet, wenn es gegen einen spanischsprachigen Gegner ernst gilt." |
«Farbtöne sind oft präziser als Sprache» so wird Axel Venn vom Tagi zitiert. Ich würde meinen, das kommt darauf an, wie gut man die Sprache beherrscht.
|
|
Die Studie Kulturverhalten 2008 gibt unter anderem Auskunft über das Leseverhalten der Schweizer. Der Tagi fasst zusammen, dass Schweizer etwas mehr lesen als andere Europäer. |
Jetzt fangen die Schweizer auch an: gemäss Tagi hat der Bund eine Übersetzungsliste für Anglizismen zusammengestellt. Oh je.
Nachtrag: auch einige der Kommentare sind lesenswert. |
Der Eskimo-Schnee-Mythos lässt Anatol Stefanowitsch nicht los. In seinem neusten Beitrag kommt er zu folgendem Schluss:
Zimmer hat also Recht. Das Isländische hat nicht hundert, sondern nur etwa 17 (einfache) Wörter für Schnee. Damit hat es aber deutlich mehr Wortstämme für Arten von Schnee als die Eskimosprachen Yupik und Westgrönländisch, die jeweils nur zwei bis drei solcher Wortstämme haben. Im Großen und Ganzen würde ich deshalb sagen, wenn man schon Mythen über Schneewörter braucht, dann ist das Isländische dafür sehr viel besser geeignet, als die Sprachen der Eskimos. |
|
Das Institute for Prospective Technological Studies hat eine Studie durchgeführt zur Funktionsweise und zum Einfluss von sozialen Netzwerken wie Facebook oder MySpace. |
|
Ich hab das Layout unserer Homepage angepasst. Feedback ist willkommen. |
Die Schweiz hat gegen Spanien gewonnen. Eine Sensation. Der Tagi macht einen Presse-Rundblick. Interessant sind dabei die Übersetzungen:
- Schwedens Aftonbladet: "Schweiz sköna superskräll" wird übersetzt mit "Schweiz: schöne Mega-Überraschung". Wie kommt man von super zu mega?
- AS: "Toque de atenciòn" wird untertitelt mit "Mit einem Wort umschreibt die Onlineausgabe des grossen Sportblattes das Spiel der Spanier: «Weckruf», titelt As.com.". Tja, aber ein Wort ist das ja nur in der Übersetzung, im Original sind es drei.
|
|
1,99 Milliarden Tweets haben Anwender im Mai über den Microblogging-Dienst Twitter in den Cyberspace entlassen. Das ist eine Verdoppelung der Kurznachrichten in einem halben Jahr, berichtet der Internet-Monitoring-Dienstleister Pingdom. (via MacNews.de) |
Die Angelsachsen haben den schönsten Tweet gekürt:
"I believe we can build a better world! Of course, it'll take a whole lot of rock, water & dirt. Also, not sure where to put it."
Mir gefällt's, aber muss man aus allem einen Wettbewerb machen? |
|
Oder auf Deutsch: man kann's auch übertreiben. Jedenfalls die Berner Stadtregierung. Die erachtet scheinbar einen Fussgängerstreifen als diskriminierend wegen der männlichen Form. Statt dessen soll Zebrastreifen gebraucht werden. Wo bleiben da die Tierschützer? Dürfen Hunde nicht auf den Streifen, nur Zebras? |
|
Was mag wohl ein Tatsch-PC sein? Spiegel online erklärt es uns: ein Touch-Tablet. Interessante graphische Variante. |
|
|
<< Start < Prev 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Next > End >>
|
|
Page 1 of 9 |